„9to5 days in porn” von Jens Hoffmann

Der Film schildert auf englisch und mit deutschen Untertiteln sehr realistisch das Leben in der Pornoindustrie des San Fernando Valley in Los Angeles in Amerika.

Das San Fernando Valley ist das Epizentrum der US-Erwachsenenunterhaltung. Hier werden jedes Jahr Milliarden Doller mit Pornos verdient.
9 to 5 Day in Porn schildert sehr direkt über einen Zeitraum von über 18 Monaten das Alltagsleben von Pornodarsteller, Produzenten und Agenten der Pornoindustrie.

Hier werden Ambitionen hinterfragt z.B. was die Menschen antreibt in der Pornoindustrie zu arbeiten oder sogar selbst Pornodarsteller zu werden.


Was ist ihre Motivation: Ruhm, Geld oder einfach Spaß am Sex? In der Dokumentation werden auch die Schattenseiten der Pornoindustrie nicht ausgelassen, sehr ehrlich und realistisch wird das Verkonsumieren neuer Gesichter geschildert und die Rücksichtslosigkeit mit der bei manchen Pornofirmen unerfahrenen Darsteller zu extremen Sexhandlungen gedrängt bzw. überrumpelt werden. Man bekommt einen tiefen Einblick in die persönlichen Lebensumstände der Menschen, die in der Welt des Porno leben und arbeiten.

Wie weit vermischt sich bei Ihnen das private mit dem beruflichen Leben? Was sind Ihre Träume und wie gehen sie mit der Resonanz ihres privaten Umfeldes auf ihren außergewöhnlichen Beruf um? Wer hier etwas zum Anheizen sucht wird enttäuscht sein, wer aber mal einen realistischen Einblick in das Leben in der Pornoindustrie erhalten will, wird eine ehrlichen und informativen Einblick erhalten.

„In guten Händen" – Hysteria der Film zur Erfindung des Vibrators (2011)

Der Film „In guten Händen“ spielt im viktorianischen England des Jahres 1880 und handelt von der Erfindung des Vibrators durch den jungen talentierten Assistenzarzt  Mortimer Granville, der in der Praxis von Robert Dalrymple eine Anstellung findet.

Dieser sucht Unterstützung bei der Behandlung der sich epidemieartig ausbreitenden, geheimnisvollen „weibliche Hysterie“, die sich in nervösen Zuständen, Reizbarkeit und zum Teil ungewöhnlich starker vaginaler Sekretion äußert. Der junge Granville erweist sich äußerst geschickt bei der Behandlung der Patientinnen und Erlösung ihrer Leiden. Er verschafft ihnen durch die geschickte Manipulation von Klitoris, G-Punkt und ähnlich sensible Bereichen einen „hysterischen Paroxsymus“ heute besser als Orgasmus bekannt. Diese Behandlung hatte nach dem Verständnis der Männer des viktorianischen Englands nichts mit Sex zu tun, da Sex wie sie ihn verstanden, nur in Verbindung mit einer Penetration stattfindet.

Die Vergrößerung der Praxis und die Bewältigung der immer mehr anwachsenden Patientinnenzahlen war allerdings durch die zeitlich aufwendige und körperlich anstrengende manuelle Herbeiführung des Paroxsymus Grenzen gesetzt. Mit Hilfe eines Freundes und Erfinders entwickelt Granville nach einigen Fehlschlägen das erste mechanische Gerät zur Behandlung der weiblichen Hysterie und damit den Vorläufer des heutigen modernen Vibrators.  Eine unterhaltsame Komödie  die aufklären soll und in der natürlich eine Liebensgeschichte nicht fehlen darf. Hier steht der viktorianischen Prüderie die Entfesselung der weiblichen Leidenschaft durch das Erleben eines Orgasmus mit dem heute als selbstverständlich benutzten Lustspender gegenüber.

EYES WIDE SHUT – DER FILM von Stanley Kubrick

Der als heißester Film des Sommers 1999 angekündigte Film „Eyes Wide Shut“ war der letzte Film von Stanley Kubrick vollendete Film.

Statt eines von den Medien angekündigten skandalösen Werk über sexuelle Obsessionen, handelt der Film ehr um eine ernsthafte Auseinandersetzung über das Thema Angst und Wahrnehmung. Die Handlung der Vorlage von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ wird von Kubrick aus Wien in das New York am Ende des 20 Jahrhunderts verlegt. Für die Protagonisten Bill und Alice verschwinden in dem aufwühlenden Psychodrama die Grenzen zwischen Realität und Phantasie.

Der junge New Yorker Prominentenarzt William Harford (Tom Cruise) bewohnt mit seiner attraktiven Frau Alice (Nicole Kidman) ein Luxusapartment in Manhattan. Nach einer Weihnachtsparty gesteht seine Frau ihm ihre sexuellen Begehren auf andere Männer und die starke Versuchung dieser nachzugeben. Völlig verunsichert aber neugierig verstrickt sich der junge Arzt daraufhin in die streng elitäre Kreise eines Geheimbundes, der sich in einer Villa auf Long Island zu opulenten extravaganten Sexorgien trifft. Zugelassen sind nur völlig maskierte Gäste der besseren Gesellschaft, die sich über das aktuelle Passwort des Geheimbundes Zugang zur Villa verschaffen können. Bill entdeckt bei dem Pianist, der immer bei dieser ominösen Gesellschaft mit verbundenen Augen spielt, das Passwort. Er verschafft sich Eintritt in die Villa auf Long Island. Im Ballsaal angekommen trifft er auch die erlauchte maskierte Gesellschaft. Nach einem strengen Ritual suchen sich hier die im Kreis stehenden wunderschönen nur mit einer venezianischen Maske bekleideten Frauen ihre Gespielen für diesen Abend aus. Eine der schönen Frauen, die Bill erkennt, wahrt ihn vor den Konsequenzen einer Entdeckung. Als Bill vom Hohe Priester entdeckt wird, ist das sein Todesurteil, dem er nur dadurch entgeht, dass sich die Frau die ihn gewarnt hat für ihn opfert. Am nächsten Tag ist sie tot. Der Pianist von dem er das Passwort entwendet hat, ist verschwunden. Als Bill nach Hause kommt gesteht er seiner Frau voller Reue seine gedankliche Untreue und berichtet ihr von der letzten Nacht.

Am nächsten Tag bittet ihn ein prominenten Teilnehmer des Geheimbundes zu sich. Der Tod des Mädchen sei ein reiner Zufall, der verschwunden Pianist per Flugzeug in seine Heimat verreist. Was ist die Wahrheit? Weitere Nachforschungen seien nicht nötig und gefährlich.
Bei diesem Film geht es um männliche und weibliche Begehren, die Lust auf fremde Haut und das gefährliche Spiel mit der Lust. Die Angst des Mannes vor dem sexuellen Kontrollverlust und der Angst der Menschen vor der eigene Sexualität. Wie viel Wahrheit verträgt die Liebe?,
In der Endsequenz des Filmes sagt Alice zu Bill: "Wir müssen dankbar sein, dass wir rausgekommen sind aus unseren Abenteuern, ob real oder geträumt ... Die Hauptsache ist, dass wir jetzt wach sind und es bleiben."
Was bedeutet das ? Man bleibt wachsam und kümmert sich mehr umeinander um ein erneute Gefährdung für ein „Fremdzugehen“ zu vermeiden ?


Die Wahrheit ist, dass bei aller Liebe die Lust auf fremde Haut und das Begehren nach anderen Männern und Frauen in der Ehe oder langjährigen Partnerschaft nicht erlischt. Wie man mit dieser Lust umgeht, dass bleibt jedem einzelnen Paar selbst überlassen.  

Stanley Kubrick starb kurz nach der Fertigstellung des Films am 7. März 1999.