„VIENNESE " VON MAGMAFILM

Wer das Cover des Filmes „Viennese" liest, hofft auf einen guten pornographischen Spielfilm.

Die Geschichte, die von drei Frauen, ihren Beziehungen und ihrer Suche nach „Mister right" handelt, macht neugierig, da geht es um Eifersucht, Betrug und unerfüllte Sehnsüchte. Spätestens bei der ersten Sexszene weiß man aber, was man vom weiteren Film zu erwarten hat. Wer mit zu hohen Erwartungen den Film schaut wird enttäuscht sein, die Szenen kommen nicht über die üblichen Aneinanderreihungen von Sexszenen hinaus, die Kameraführung erinnert ehr an ein Amateurvideo und die Dialog entsprechen den üblichen seichten Pseudodialoge von „0815-Pornos". Sicherlich machen die Pornoszenen an und der Film erfüllt somit seinen Zweck, der Versuch aus einem Porno einen guten pornographischen Spielfilm zu machen ist jedoch misslungen.

Kein Vergleich zu den wirklich guten pornographischen Spielfilmen von Roberto Valtueňa von Thagson Deluxe.

„PINK PRISON " HINTER GITTERN GEVÖGELT VON LARS RIERS PUZZY POWER –MAGMAFILM

Die Reporterin Mila wettet mit ihrem Verleger, dass sie das Unmögliche schafft, ein Interview mit dem Direktor des Zuchthauses „Pink Prison".

Da sie auf offiziellem Weg nicht weiter kommt, bricht sie nachts in das Zuchthaus ein, um an ihr Ziel zu gelangen. Dabei wird sie sowohl Voyeurin als auch Teilnehmerin von Sexspielen aller Art und nähert sich Schritt für Schritt ihrem Ziel. Das Cover verspricht einen aufregenden Porno-Thriller aus Dänemark. Den Film kann man aber weder als Thriller noch als richtigen Porno bezeichnen. Ich würde ihn als „Softporno" beschreiben, bei dem Fans von Hardcore-Pornos nicht auf ihre Kosten kommen. Wenn man von der arg konstruierten Story mal absieht, sind die Sexszenen durchaus vielseitig und phantasievoll angelegt und die Darsteller sehr ansehnlich.

In den Sexszenen dominieren viel zärtliche Streicheleinheiten und sanfterer Sex. Man ist halt sehr nett und rücksichtsvoll zueinander, so stellt man sich ehr Sex vor bei einem Paar was sich liebt. Die üblichen Bestandteile von Pornos wie Nahaufnahmen, Dirty Talk und härtere Sexpraktiken fehlen völlig. Traumsequenzen und Realität verwischen miteinander, so dass der Film trotz seiner nur 89 Filmminuten sehr langatmig wirkt.
Die Idee ist gut, wird hier aber halt sehr soft umgesetzt. Für Anfänger und Fans softerer Pornos sicherlich genau das Richtige, allen anderen werden sich bei diesem Film eher langweilen und ausschalten.

„Live Love Lust“ von Erika Lust

Der Film „Live Love Lust“ von Erika Lust ist eigentlich eine Dokumentation ohne Dialoge, die man aus Pornos sonst so kennt.

Es ist ein Film der von einer Frau für Frauen gedreht wurde.

Life: In der ersten Geschichte verführt eine Kellnerin ihren Freund der auch in dem Restaurant arbeitet nach Dienstschluss an seinem Geburtstag in der Küche.

Love: In der zweiten Geschichte verführt eine verheiratete vierzigjährige Geschäftsfrau einen jungen Mann zu erotischen Treffen in einem Hotel.

Lust: Lola verwöhnt mit ihrem ganzen Körper mit sinnlichen Körpermassagen einsame und schüchterne Frauen und verschafft ihnen lustvolle Höhepunkte.

Die drei Geschichten wurden ohne die üblichen Nahaufnahmen gefilmt, hier beschränkt sich die Kameraführung auf eine diskrete Sichtweise, die eher an die heimlichen und distanzvollen Beobachtungen eines Voyeurs erinnern. Bevor man so richtig in Fahrt kommt, ist der Film auch schon vorbei. In den 60 Minuten, die sich nur wie eine halbe Stunde anfühlen, werden die Geschichten zwar sehr erotischen aber doch viel zu schnell und zu distanziert für meinen Geschmack abgedreht. Möglicherweise ist der Grund für die Distanz und Diskretion mit der die Sexszenen gedreht werden ein respektvollerer Umgang mit den Darstellern, aber obwohl sicherlich künstlerisch wertvoller, verfehlt er dennoch das Ziel eines wirklichen Pornos „anzumachen“.