„In guten Händen" – Hysteria der Film zur Erfindung des Vibrators (2011)

Der Film „In guten Händen“ spielt im viktorianischen England des Jahres 1880 und handelt von der Erfindung des Vibrators durch den jungen talentierten Assistenzarzt  Mortimer Granville, der in der Praxis von Robert Dalrymple eine Anstellung findet.

Dieser sucht Unterstützung bei der Behandlung der sich epidemieartig ausbreitenden, geheimnisvollen „weibliche Hysterie“, die sich in nervösen Zuständen, Reizbarkeit und zum Teil ungewöhnlich starker vaginaler Sekretion äußert. Der junge Granville erweist sich äußerst geschickt bei der Behandlung der Patientinnen und Erlösung ihrer Leiden. Er verschafft ihnen durch die geschickte Manipulation von Klitoris, G-Punkt und ähnlich sensible Bereichen einen „hysterischen Paroxsymus“ heute besser als Orgasmus bekannt. Diese Behandlung hatte nach dem Verständnis der Männer des viktorianischen Englands nichts mit Sex zu tun, da Sex wie sie ihn verstanden, nur in Verbindung mit einer Penetration stattfindet.

Die Vergrößerung der Praxis und die Bewältigung der immer mehr anwachsenden Patientinnenzahlen war allerdings durch die zeitlich aufwendige und körperlich anstrengende manuelle Herbeiführung des Paroxsymus Grenzen gesetzt. Mit Hilfe eines Freundes und Erfinders entwickelt Granville nach einigen Fehlschlägen das erste mechanische Gerät zur Behandlung der weiblichen Hysterie und damit den Vorläufer des heutigen modernen Vibrators.  Eine unterhaltsame Komödie  die aufklären soll und in der natürlich eine Liebensgeschichte nicht fehlen darf. Hier steht der viktorianischen Prüderie die Entfesselung der weiblichen Leidenschaft durch das Erleben eines Orgasmus mit dem heute als selbstverständlich benutzten Lustspender gegenüber.