„Till Sex do us Part“ Von Roberto Valtuena

Die Geschichte des Films handelt von Helena, einem jungen Pornostarlet mit den üblichen Problemen.

Eine Umwelt die sie nicht akzeptiert, Partner die sie nicht ernst nehmen oder sich ihrer schämen, die Doppelmoral in den Medien und der Öffentlichkeit. Die Hauptdarstellerin wendet sich im Film dabei direkt an das Publikum.

Helena ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben, sie hat Freunde und einen Job der ihr Spaß macht, denn sie liebt es, wenn man ihr beim Sex zusieht. Wenn da nicht immer das Problem mit der Anerkennung ihres Jobs durch ihre Partner wäre. Auch ihr aktueller Freund Antonio schämt sich ihres Berufes und möchte dass sie diesen aufgibt. Als sie der Performancekünstler Viktor bei einem Pornodreh sieht, will er sie als Modell buchen um nach ihr eine Skulptur zu formen. Er fotografiert, malt und redet mit ihr ohne sie je anzufassen.

Als sie ihn darauf anspricht warum er ihren Reizen nicht erliegt, gibt er als Grund seine feste Freundin Alice an und dass er eine Pornodarstellerin für ihn nie als Partnerin in Frage käme. Als sie ihn eines Tages unerwartet aufsucht, erwischt sie ihn dabei wie er vor ihren Fotos masturbiert, sie entfernt sich unentdeckt.

Helena will Alice das von Viktor auf ein Podest gehobene reine und jungfräuliche Geschöpf, verführen, um sie und Viktor zu trennen. Hier kommen Erinnerungen zu den Filmen „Gefährliche Liebschaften" und "Eiskalte Engel" auf. Um Alice zu besonders sexuellen Ausschweifungen zu verführen lädt Helena einige befreundete Pornodarsteller ein. Eine Gruppensexszene die am Ende fast mystisch zu sanften Klavierklängen im perfekt synchron choreographierten Höhepunkt aller Teilnehmer endet. An Sexszenen gibt es diesmal weniger, die es allerdings in sich haben, ob Natursekt, Footjob, intensive Blowjobs, Gagging, Squirting, Analverkehr, vaginalen Verkehr, es wird gefingert und mit Dildos masturbiert.

Der technisch aufwendig produzierte Pornofilm bietet alles was ein normaler Spielfilm a lá Hollywood auch ausmacht. Panoramaaufnahmen von Barcelona, schöne Filmmusik, ein als Comic laufendes Intro, außergewöhnliche bizarre Versionsszenen und vieles mehr. Die Hauptdarstellerin agiert so natürlich und professionell, dass man ganz vergisst, dass es sich um eine Pornodarstellerin handelt.

Die Story ist allerdings etwas undurchsichtig, was will Helena und was Viktor? Am Ende weiß der Zuschauer nicht wirklich, was sie ihm beweisen will. Das ihr Beruf als Pornodarstellerin genauso gut ist wie seine „Kunst" oder will sie ihn wirklich erobern. Zu einfach den Film mit dem Ausspruch der Hauptdarstellein enden zu lassen „Ich bin halt eine Schlampe".

Obwohl die Story des Films an ihren zu hohen Ambitionen scheitert ist der Film „Till Sex do us part" ein richtig gelungener Porno mit der eindeutigen Handschrift eines ambitionierten Regisseurs der seinen Beruf liebt.

Schauspielerisch ambitionierte und talentierte Pornodarsteller in einer demnächst vielleicht auch noch etwas schlüssigeren Story. Pornospielfilme mit dem Niveau eines Roberto Valtuena. Der Weg stimmt!