Fifty Shades of Grey - der Film 2015 eine kurze Rezension

Wer geht in den Film „Fifty Shades of Grey"?

Ich bin in den Film gegangen um mir ein eigenes Bild zu machen und nein ich habe die Buchvorlage dazu nicht vorher gelesen. Ich bin nicht in den Film gegangen um zu überprüfen, ob er der literarischen Vorlage standhält oder realistische SM Praktiken darin gezeigt werden.

Wer mit einem solchen Anspruch in einen Film geht wird fast immer enttäuscht sein.
Ich wollte einfach nur gut unterhalten werden und das wurde ich. Ich hatte im Vorfeld schon so viele Zerrisse von Filmkritikern und praktizierenden SM´lern gehört und gelesen, dass ich mit einer geringen Erwartung in den Film gegangen bin. Fakt ist durch den Film wird das Thema SM als eine Facette der Sexualität gesellschaftstauglicher gemacht und es wird aus der Schmuddelecke herausgeholt. Das ist doch grundsätzlich nicht schlecht oder?

Sicherlich lässt sich darüber diskutieren, ob die beiden Hauptcharaktere ideal besetzt waren. Inwieweit der männlichen Hauptdarsteller geeignet war für die Rolle des Christian Grey, darüber gehen die Meinungen sicherlich auseinander. Ich selbst fand den Darsteller des Chauffeurs rein optisch von seiner Ausstrahlung dafür weitaus geeigneter, aber das ist halt nur mein Geschmack.

Am Ende habe ich einen durchaus unterhaltenden Hochglanzfilm mit toller Filmmusik gesehen, der für den Mainstream produziert wurde. Er soll halt viel Geld einspielen und das wird dieser Film als „Pretty Woman in der SM Version" mit Sicherheit. Je mehr Kritiker, SM ler, Stinos und Vanillas ihren Senf dazu geben, je besser. Darüber freuen sich besonders diejenigen, die den Film gemacht haben, denn um so mehr klingeln die Kassen. Teil 2 und 3 folgen bestimmt!