„Club der Lust" von Portia Da Costa erschienen 2006 beim Rowohlt Verlag

Zwei Schwestern, eine Drag Queen und ein Club der es in sich hat, sind die Zutaten für den „Club der Lust" von Portia Da Costa.

Die Journalistin Natalie wird von ihrer Schwester mit einer interessanten Story von London in die Provinz gelockt.
Schon auf der Zugfahrt kommt es zu einer aufregend erotischen Begegnung mit einem Fremden, der noch eine besondere Bedeutung für sie bekommen wird.
In der Stadt führt die Drag Queen Stella einen Club der für Eingeweihte als Treffpunkt lustvoller Exzesse bekannt ist und indem sie ihre erotischen Wünsche nach Dominanz und Unterwerfung ausleben können.
Natalie verstickt sich im Laufe ihrer Recherche immer mehr in die dunklen Kreise diese Clubs und entdeckt sowohl die dominante als auch die devote Seite ihrer Lust.
Der Autorin gelingt es die gesteigerte Lust des „vermeintlichen Opfers" einer stark von Dominanz und Unterwerfung geprägten„Gang Bang" Szene ebenso empfindsam und ausdrucksvoll zu beschreiben, wie die ersten homoerotischen Erlebnisse eines Mannes.
Diese Szene macht einfach an, sie schildert sanft und hocherotisch wie ein Mann zum ersten Mal zulässt, wie er von einem Mann genommen wird.
Also wenn man einmal von der ehr konstruierten Rahmenhandlung absieht, lassen einen die erotischen Szenen in eine spielfreudige aufregend andere Welt lustvoll eintauchen.
Erotische Literatur bei der die Geschlechtergrenzen verschwinden und Grenzen nur noch dazu da sind überschritten zu werden.