„Die Kunst der Unterwerfung“ von Lilli Ford erschienen 2011 beim Rowohlt Verlag

Joy muss ihrem Chef dringend einen guten Künstler für seine Galerie präsentieren um ihren Job nicht zu verlieren. Der dominante Ash ist nicht nur ein begnadeter Fotograf und Bildhauer, sondern auch sehr attraktiv und auf erotische Bondage-Motive spezialisiert.

Der Künstler willigt darauf ein in ihrer Galerie auszustellen, allerdings knüpft er daran eine Bedingung:
Joy soll ihm Modell stehen.
Ich lese ja wirklich beruflich viel erotische Literatur, aber dieses Buch mit dem für mich ehr nüchternen Titel hat es in sich.
Der Autorin gelingt es den Leser im wahrsten Sinne des Wortes lustvoll zu fesseln.
Man wird regelrecht gefangen von der Intensität der Begierde, die beide Hauptfiguren füreinander empfinden. So begehrt zu werden, mit einer solchen Ausschließlichkeit und Unausweichlichkeit, dass wünscht sich wohl jeder.
Ein Begehren, das die Realität ausschaltet und für die Hauptfigur die sexuelle Erfüllung in einer für sie neuen Welt des Lustschmerzes bedeutet.
Zwei die sich gesucht und gefunden haben, selten wurde das Thema Dominanz und Unterwerfung so lustvoll in Szene gesetzt.
Die Handlung selbst ähnelt mal wieder einem Liebesroman, indem sich natürlich am Ende die Liebenden in die Arme schließen bzw. sich hier ehr ihrer Lust aneinander hingeben.
Also wenn man von der banalen Rahmenhandlung absieht, ist der erotische Roman von Lilli Ford nicht nur für BDSM oder Bondage-Fans ein kleiner Leckerbissen.