Rezensionen

An dieser Stelle finden Sie Rezensionen zu erotischen Büchern, erotischen  Hörbüchern und erotischen Filmen, die wir alle selber gelesen, gehört und angesehen haben.

Alle Beiträge unterliegen dem Copyright und der Urheberschaft von Claudia Sehl

Prolog Rezensionen erotischer Filme, Bücher und Hörbücher

Unter Millionen existierender Pornos gibt es vielleicht eine Handvoll guter Filme. Aber was ist ein wirklich guter Porno, da gehen die Meinungen sicherlich sehr auseinander.  Ich als Frau finde die typischen für Frauen produzierten Sexfilme eher langweilig. Ihr zwanghaften Versuch einen künstlerischen Anspruch zu generieren, Sexszenen nur anzudeuten oder nicht auszuleuchten, verfehlen damit den eigentlichen Sinn für den Sie geschaffen wurden. Eben anzuregen!

Aber das endlose "Aneinanderreihen" von Sexszenen in der die Unterhaltung der Darsteller nicht über Stellungsanweisung und "Dirty Talk" hinausgehen sind auch nicht das Wahre. Zumindest nicht für Paare, die sich gerne auch mal zusammen durch einen Film anregen und inspirieren lassen wollen.

Seit einiger Zeit etablieren sich international einige Regisseure die einen neuen Weg gehen. Sie produzieren pornografische Spielfilme die wirklich nicht schlecht sind.

Es wird eine Geschichte erzählt, die den ganzen Film durch die Basis für abwechslungseiche Sexsezenen liefert. O.K. man kann die Darsteller natürlich nicht mit "Robert de Niro" oder "Robert Redford" vergleichen, was ihre schauspielerischen Leistungen angeht, aber für Pornodarsteller ohne schauspielerische Ausbildung wirklich nicht schlecht. Es ist die richtige Richtung und die Filme des Regisseurs Roberto Valtuena sind wirklich zu empfehlen, durch die deutlich höheren Produktionskosten haben Sie allerdings ihren Preis.

 

Fifty Shades of Grey - der Film 2015 eine kurze Rezension

Wer geht in den Film „Fifty Shades of Grey"?

Ich bin in den Film gegangen um mir ein eigenes Bild zu machen und nein ich habe die Buchvorlage dazu nicht vorher gelesen. Ich bin nicht in den Film gegangen um zu überprüfen, ob er der literarischen Vorlage standhält oder realistische SM Praktiken darin gezeigt werden.

Wer mit einem solchen Anspruch in einen Film geht wird fast immer enttäuscht sein.
Ich wollte einfach nur gut unterhalten werden und das wurde ich. Ich hatte im Vorfeld schon so viele Zerrisse von Filmkritikern und praktizierenden SM´lern gehört und gelesen, dass ich mit einer geringen Erwartung in den Film gegangen bin. Fakt ist durch den Film wird das Thema SM als eine Facette der Sexualität gesellschaftstauglicher gemacht und es wird aus der Schmuddelecke herausgeholt. Das ist doch grundsätzlich nicht schlecht oder?

Sicherlich lässt sich darüber diskutieren, ob die beiden Hauptcharaktere ideal besetzt waren. Inwieweit der männlichen Hauptdarsteller geeignet war für die Rolle des Christian Grey, darüber gehen die Meinungen sicherlich auseinander. Ich selbst fand den Darsteller des Chauffeurs rein optisch von seiner Ausstrahlung dafür weitaus geeigneter, aber das ist halt nur mein Geschmack.

Am Ende habe ich einen durchaus unterhaltenden Hochglanzfilm mit toller Filmmusik gesehen, der für den Mainstream produziert wurde. Er soll halt viel Geld einspielen und das wird dieser Film als „Pretty Woman in der SM Version" mit Sicherheit. Je mehr Kritiker, SM ler, Stinos und Vanillas ihren Senf dazu geben, je besser. Darüber freuen sich besonders diejenigen, die den Film gemacht haben, denn um so mehr klingeln die Kassen. Teil 2 und 3 folgen bestimmt!

„Vögelbar" von Kim Shatner erschienen 2010 bei Blue Panther Books

Einen außergewöhnlichen Ort zu schaffen an dem man einfach zur Sache kommen kann, ohne lange schön Wetter machen zu müssen. Das ist der Antrieb einer kleinen Gruppe von sexuell experimentierfreudigen Yuppies.

Innerhalb kurzer Zeit scharren sie eine Gruppe gut situierter Männer und Frauen um sich und eröffnen einen exklusiven Club in dem sie ihre wildesten Phantasien verwirklichen.
Hier ist allerdings nicht von einer Bar die Rede in die jeder x-Beliebige hineingehen kann um spontan Sex zu haben, da ist die Kurzbeschreibung leider etwas irreführend. Geschaffen wird hier ein exklusiver Club für eine vorher als würdig erwiesene Gruppe an Personen.
Soviel zum Inhalt, das Buch macht an keine Frage!

Mir ist es manchmal einfach etwas zu platt und plakativ beschrieben. Einer der männlichen Hauptfiguren „Vögelt alles was nicht schnell genug auf den Baum kommt" auch ohne eine spezielle Lokalität hierfür zu brauchen. Die Frauenfiguren sind entweder sexuell unerfüllt und warten nur auf ihre Erweckung aus dem Dornröschenschlaf oder sie sind tabulos und immer willig zu jeder Art von spontaner sexueller Betätigung. Hier hat man manchmal das Gefühl, dass das Buch ehr von einem Mann geschrieben wurde als von einer Frau.
Für Leser die einfach mal nur durch ein Buch erotisch angeregt werden möchten genau das Richtige, Liebhaber etwas anspruchvollerer erotischer Literatur kommen hier sicherlich nicht auf ihre Kosten.

 

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