NYLONSTRUMPF oder Stockings aus Elastan

Mit dem Begriff Stockings werden heute häufig umgangssprachlich Socken, Strümpfe, Kniestrümpfe aber auch Feinstrümpfe aus Elastan bezeichnet.

Der Nylonstrumpf ist ein Bekleidungsstück aus Polyamid oder Mikrofasern mit dem Handelsnamen Nylon- oder Perlonstrumpf. Durch seine geringe Fadenstärke ist er sehr kurzlebig und anfällig für Beschädigungen insbesondere die gefürchteten unschönen Laufmaschen. Der Nylonstrumpf oder auch die Nylonstrumpfhose wird heute in den verschiedensten Formen angeboten und getragen. Ob als Söckchen, Füßlinge, Kniestrümpfe, Strapsstrümpfe, halterlose Strümpfe oder Strumpfhosen sind Nylons aus der heutigen Damenbekleidung nicht mehr weg zu denken. Nylonstrümpfe gibt es je nach Bedarf in den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Dichten. Damit sind sie das am vielseitigsten einsetzbare Bekleidungsstück überhaut. Sie werden unter Hosen, Röcken, Kleidern aus praktischen Gründen aber auch zur Unterstreichung der eignen erotischen Ausstrahlung getragen. Dabei können sie eine unwahrscheinliche Anziehung ausüben, die bis zum Fetischismus gehen kann.

Die Dichte der Maschen wird durch die Maßeinheit Denier angegeben. Die den-Zahl gibt an, wie schwer ein Faden von 9000 m Länge ist. So wird ein 15 den-Strumpf aus einem Garn produziert, dessen Gewicht bei einer Länge von 9000 Meter 15 Gramm beträgt. Die Bandbreite reicht von 5 den bis zu 100 den(siehe Wikipedia). Strümpfe werden ab 40 den als blickdicht gehandelt.

Je nach Fadenstärke und Maschendichte ändert der Nylonstrumpf seine Eigenschaften und wird wärmender, haltbarer oder auch durchsichtiger. Allgemein kann man sagen, dass der Strumpf immer transparenter wird, je dünner der Faden und umso enger die Maschen sind.

Der erste Nylonfaser wurde im Jahr 1935 von Wallace Hume Carothers (Forschungsleiter des US-amerikanischen Chemiekonzerns E.I. du Pont de Nemours & Co. – kurz: DuPont) auf der Basis von Kohle, Luft und Wasser entwickelt (siehe Wikipedia). Die ersten 4000 Nylonstrümpfe wurden innerhalb von 3 Stunden verkauft. Von diesem Zeitpunkt an wurde Nylon dank seiner seidigen Beschaffenheit, Feinheit und Transparenz zum meistgefragtesten Material in der industriellen Strumpfherstellung. Von 1945 bis 1955 bestimmten Nylonstrümpfe mit Naht den Markt, da es noch keine Maschinen gab, welche die gewünschten „Rundlinge" produzieren konnten. Anfangs reichten die „Nylons" nur bis zum Oberschenkel und wurden mit Strapsen am Strumpfhalter, Mieder oder Korsett befestigt.

Erst später konnte durch den Fortschritt in der Produktionstechnik ein Endlosschlauch ohne Naht produziert werden. Ende der 1960er Jahre begann dann auch die Strumpfhose den Markt zu erobern und die Strapsstrümpfe und Feinstrümpfe zu verdrängen. Die Nylonstrumpfhose gilt bei Frauen als praktisch, seriös und trotzdem feminin und ist das am meisten getragene Nylonmodell. Ausgefallene Nylons besitzen oft spezielle Raffinessen, die sie von anderen Feinstrümpfen abheben. Ob eine feine Spitzenborte, Glitzereffekt, Netzstrümpfe oder raffinierte Details an der Ferse, dem Ideenreichtum ist keine Grenze gesetzt. Das macht sie zum verführerischern Begleiter der besonderen Art, der so schnell keiner widerstehen kann.