Wissenswertes zum Karneval

Als Karneval, Fastnacht, Fasnacht oder Fasching (auch: Fünfte Jahreszeit) bezeichnet man die Zeit vor dem Aschermittwoch in der die regional unterschiedlichen Bräuche mit Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude gefeiert werden. Am meisten bekannt und verbreitet ist heute der rheinische Karneval.

Den Höhepunkt erreicht der Karneval in der eigentlichen Fastnachtswoche am schmotzigen bzw. unsinnigen oder glombiga Donnerstag auch Weiberfastnacht (Schmotz = Schmalz, was auf in Schmalz gebackene Fastnachtsküchle hinweist). Er geht weiter über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosemontag bis zum Fastnachtsdienstag (auch Veilchendienstag)  (siehe Wikipedia).

Der Rosenmontag mit seinen entsprechenden Umzügen, die in den Karnevalshochburgen Köln, Mainz, Düsseldorf, bildet den Höhepunkt der Karnevalszeit.  In der Nacht zum Mittwoch (auch Aschermittwoch) endet der Karneval mit der vielerorts üblichen Verbrennung einer Strohpuppe (Nubbel) als Verantwortlicher für alle Laster der karnevalistischen Tage und des ausgegebenen Geldes oder dem zu Grabe tragen des Hoppeditz.

Der Karneval fand fast ausschließlich in katholischen Gebieten statt. Grund war nicht nur die bevorstehende Fastenzeit, sondern auch der früher stärker verbreitete Katholizismus als Lebensform.  Durch die Reformation im 16. Jahrhundert verschwand in den überwiegend evangelischen Gebieten mit dem Aschermittwoch auch die Fastnacht. Die einzige Ausnahme bildete Basel, wo die Fasnacht nie dauerhaft abgeschafft wurde. Später im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde in vielen evangelischen Städten wieder eine Fastnacht eingeführt. Berühmt und weltbekannt sind heute auch der Karneval in Venedig und der Karneval in Rio, bei dem sich beide Städte im Ausnahmezustand befinden.