LET´S TALK ABOUT Folge 30

Leben aus zweiter Hand...

In letzter Zeit ist mir wieder aufgefallen wie intolerant viele Menschen bezüglich einer Ihnen fremden Lebensweise oder eines Kleidungsstils sind.

Viele Menschen haben Angst vor Veränderungen.
Sie umgeben sich nur mit Menschen die in ihrem Kleidungsstil und ihrer Lebensweise ähnlich oder identisch sind, sie wollen sich damit bestätigen in der Richtigkeit ihrer Wahl.
Sie wollen auf gar keinen Fall auffallen, um nicht angreifbar zu sein oder sich vielleicht sogar für ihre Lebensweise rechtfertigen zu müssen.

Es wird ein aktueller „Mainstream" definiert, wie wir uns zu kleiden haben und wie wir zu leben haben. Kleiden wir uns anders oder leben wir anders, werden wir sofort in eine Randgruppe gedrängt und von der breiten Masse abgegrenzt.
Im Inneren wollen wir alle einzigartig sein, aus Angst vor Abgrenzung oder sogar Isolation verzichten viele jedoch auf das Ausleben dieses Wunsches nach Individualität oder verheimlichen dieses „Parallel-Leben" zumindest von der „Öffentlichkeit".

Viele Menschen leben lieber aus zweiter Hand, sensationsgierig stürzen Sie sich auf alles Andersartige und verurteilen in trauter Gruppe die Menschen, die den Mut haben diese Individualität zu leben.
Hier geht es doch nicht um Päderasten oder Satanskult.

Da wird der Einzelne doch wohl mehr durch den unter Alkoholeinfluss randalierenden und in fremde Hausflure urinierenden Menschen beeinträchtigt.

Wie schade, denn Gothik-Fans, Swinger oder BDSM Anhänger missionieren oder beinträchtigen doch niemanden und wollen nur in Frieden ihre Neigung oder Vorlieben ausleben dürfen.
So sind aber leider die meisten gezwungen ein Doppelleben zu führen, da die Familie und die Freunde, die nicht aus der Szene stammen sie ausgrenzen würden, wenn Sie erfahren würden das die Freunde Swinger oder BDSM Anhänger sind.
Der Mensch ist ein soziales Wesen, der Geborgenheit braucht und dem die Zugehörigkeit zu seinem Umfeld wichtig ist.
Nur wenige stehen darüber, wenn im Ort getuschelt wird über den eigenen Lebensstil oder sogar die eigenen Kinder ausgegrenzt werden, weil die Eltern der anderen Kinder den andersartigen Lebensstil nicht akzeptieren können.

Der Gartenzwerg Fan möchte ja auch nicht ausgegrenzt werden, nur weil er seinen Garten anders gestaltet als die meisten.
Ich finde „Leben und Leben" lassen ist die Devise solange kein anderer geschädigt oder beeinträchtigt wird und das jeden Tag.

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