LET´S TALK ABOUT.....

Was wir brauchen oder nicht oder nötig haben?

Vor ein paar Tagen habe ich einen Freund und seine Frau durch mein Geschäft geführt.

Als wir bei den Sextoys angekommen waren und ich die neusten Vibratoren erklärt habe, sagte Sie „ja wer es braucht". Viele Männer und Frauen sehen in Sextoys Hilfsmittel, die man dann in Anspruch nimmt, wenn „ES" von alleine nicht mehr klappt, halt wenn man es nötig hat.

So ein Quatsch!!!!!

Bei der Benutzung von Toys geht es doch nicht um „nötig haben" oder „brauchen", außer vielleicht bei Singles, die ihre Lust halt alleine ausleben müssen, da ihnen der Sexualpartner fehlt oder dieser selten verfügbar ist. Hier geht es um Abwechslung. Das Nutzen von Toys bietet ebenso wie Fesselspiele, Rollenspiele, Sex an ungewöhnlichen Plätzen und vieles mehr die Möglichkeit aus der gewohnten und berechenbaren Art seines Sexuallebens auszubrechen.

Wer es nicht schafft sich neuen Inspirationen zu öffnen, wird es schwer haben die sexuelle Spannung zu erhalten oder wieder herzustellen. Jeder kann es auf seine ihm eigene Art machen, nicht jeder muss auf Fesseln stehen oder eine Affinität zu Toys haben, aber darum geht es ja auch nicht. Wenn wir einmal unser Essverhalten, unseren Medienkonsum oder unser Freizeitverhalten betrachten, dann ist es in Ordnung wenn wir Abwechslung wollen. Hier sagt niemand, dass man es nötig hat Sushi oder Chinesisch essen gehen zu wollen, wenn man im Alltag Zuhause nur deutsche Hausmannskost bekommt.

Unser Gaumen, unsere Ohren und Augen und unser Geist wollen Abwechslung und immer wieder neue Anreize, der Mensch braucht „Input" für Körper und Geist. Sicherlich schätzen wir auch Beständigkeit und Kontinuität, denn Traditionen und Rituale geben uns Sicherheit, aber halt nur bis zu einem gewissen Maße, dann wird es halt langweilig, zumindest für einen großen Teil von uns.

Das ist beim Sex nicht anders, wenn man Sex immer nur auf eine und dieselbe Art hat, wird es nun einmal langweilig. Wenn man uns jeden Tag unser Lieblingsessen vorsetzt, dann „hängt es uns auch schnell zum Hals raus". Wir brauchen beides Alltagsrituale und Gewohnheiten, die unser Bedürfnis nach Sicherheit und Beständigkeit befriedigen und Inspirationen und Neuigkeiten die für den Erhalt der nötigen Spannung und Abwechslung sorgen. Wer immer in seinem „Komfortbereich bleibt" und aus Versagensängsten jede Veränderungen in seinem Leben ablehnt, wird sich nicht weiter entwickeln.

Aber wenn man sich neuen Inspirationen öffnet, dann hinterfragt ja man auch das Gewohnte und das will nun mal nicht jeder.

Google+ Autorin Claudia Sehl