Let´s talk about 13

Gedankenlosigkeit oder warum manche Menschen nicht über die Konsequenzen ihres Handels nachdenken

Hier mal etwas in eigener Sache.

Gestern habe ich eine ¾ Stunde damit verbracht die Reste einer Pizza von meiner Schaufensterscheibe zu entfernen. Dabei war es eine besondere Freude angetrockneten Käse von der Scheibe abzubekommen.

Ich frage mich: Was denken sich die Menschen eigentlich dabei, wenn Sie so etwas machen?
Gehen wir einmal davon aus, dass derjenige oder diejenigen, die das gemacht haben schon etwas mehr als angeheitert waren, so waren doch sicher immer noch einige in der Nähe, die nüchtern genug waren etwas zu sagen oder?
Ich möchte gar nicht daran denken, dass Menschen so etwas im nüchternen Kopf machen.

Was tun? Als erstes hilft mir der Gedanke was für ein Gesicht diese Person machen würde, wenn so etwas an der Scheibe seiner oder ihrer eignen Wohnungstür passieren würde? Er oder sie würde sich sicherlich aufs äußerste entrüsten über die schlechte Welt.
Was kann ich dagegen machen? Mein Schaufenster tagein tagaus bewachen, geht nicht.

Ich habe mich ja schon daran gewöhnt die leeren Flaschen, die Zigarettenkippen und den Müll der „Partypeople“ der Jüdefelderstraße einzusammeln, aber irgendwo ist eine Grenze und die wurde gestern mal wieder überschritten. Meinetwegen sollen sich die Leute jeden Tag die Kante geben und Party machen, jeder wie er mag, aber wenn Plexiglashalter für Flyer beschädigt werden, Schaufensterscheiben verunreinigt werden oder sich gar in den Hauseingang erbrochen oder gepinkelt wird, dann reicht es. Liebes Partypublikum des Kuhviertels, bitte wenn Ihr beim nächsten Mal einfach mal so tut als ständet Ihr vor Eurer eigenen Haustür wäre vieles leichter. Besonders für die Anwohner und Einzelhändler der Jüdefelderstraße, die müssen ihren Freunden, Verwandten und Kunden nämlich am nächsten Tag wieder ein annehmbares Umfeld liefern. Ich lebe davon, dass die Kunden gerne zu mir kommen und mit Pizza an der Scheibe und Müll vor der Tür wird das nicht einfacher.

Google+ Autorin Claudia Sehl